Auf das da noch kommt


Und dann kam Corona und ich hatte mehr Zeit als je zuvor.

Man durfte sich nicht treffen. Man durfte nicht mehr feiern gehen, Konzerte fielen aus und die Freunde waren ebenfalls tabu.

Ich hatte also mehr Zeit als jemals zuvor und viel zu viele Ideen und Gedanken in meinem Kopf.

 

Ich wollte schon länger ein neues Bett haben, also warum nicht selbst eins bauen aus Paletten? 

Zack ab in den Baumarkt, Paletten und Nägel kaufen und los geht’s – und es schläft sich unglaublich gut darauf. Zudem sieht es noch komplett schick aus.

Ich hab mir auch schon immer einen kleinen Garten gewünscht, also warum nicht ins Gartencenter fahren, Blumenkästen, Erde und Gemüse pflanzen – tadaaaa mittlerweile esse ich aus meinem eigenen kleinen Garten.

Achja Urlaub ist dieses Jahr nicht, also verschönere ich meinen Garten mit einem wunderschönen Rasenteppich, Lichterketten und einer kleinen Lounge im Eck – ein Träumchen sag ich euch.

 

Und dann ist da immer noch der Traum den ich nach meinem Realschulabschluss 2014 hatte: STUDIUM.

Funktioniert nur leider nicht ohne Abitur. Also entschied ich mich dafür die Erzieher Ausbildung zu machen, die ich 2018 erfolgreich beendet hatte.                                                               Und dann jetzt 2 Jahre nach meiner Ausbidung, hab ich immer wieder Werbung bekommen für eine Uni aus Stuttgart – Schreib dich ein bis zum 25.Juni und spare 2222 und sicher dir ein Ipad zu Studienstart.

Und ihr werdet es sicher schon erraten haben, ich hab mich eingeschrieben  für den Studiengang Bachelor in Sozialer Arbeit. Am ersten September beginnt mein Studium und das ganz ohne Abitur – UND  durch meine staatliche Anerkennung als Erzieherin werden sogar noch Dinge angerechnet und verkürzen mein Studium um ein Jahr.

 

Diese Entscheidung ist mir auf der einen Seite nicht einfach gefallen, denn schließlich studiere ich nun neben meinem Beruf, finanziere mir das Studium selbst … und muss es irgendwie alles unter einen Hut bekommen. Tagsüber 8 Stunden arbeiten, Abends ab 18 Uhr in Online Vorlesungen sitzen und studieren.... Auf der anderen Seite ist es mein Traum und mein Ziel als Sozialpädagoge zu arbeiten! ALSO WARUM NICHT?

 


Kennst du das? Du stehst ratlos vor einem Berg. Du weißt nicht welchen Weg du wählen sollst, ob du überhaupt einen wählen solltest oder nicht lieber wieder umdrehen musst?    Du weißt aber genau, dass du entscheiden musst, sonst verhungerst du vielleicht unterwegs oder du rutscht ab und fällst und Ende…

Aber auf der anderen Seite weißt du auch, dass du keinen Fehler machen willst und die Entscheidung später bereuen musst.

  

Oftmals ist die Lage komplex und es reicht nicht, einfach nur einer Linie zu folgen. So komplex wie Mathe Aufgaben meiner 4. Klässler …. Jeeemine In Mathe war ich nie gut, aber ich habe eine Idee wie ich es euch besser erklären kann. Bzw. meine 4. Klässler und deren Mathe Aufgaben helfen mir dabei.

 

Stell dir doch mal ein 3 Dimensionale Form vor. Stell dir den Berg vor dem du stehst. Und jetzt beginnen wir den Berg in seiner Höhe, seiner Breite und seiner Länge zu verstehen. Also kannst du nicht nur auf ihn schauen, sondern musst es in 3 Richtungen verstehen und erfassen.

Wenn du den Berg genau erkennen kannst und verstehst, dann siehst du leichter den Weg, der dich um den Berg, über den Berg und quer durch den Berg führt. Und manchmal sind es Kombinationen an Möglichkeiten wie bei Gebirgen, wo eine Straße um den Berg, und ein Teilstück als Tunnel durch den Berg führen muss um ans Ziel zu gelangen.

 

Ich habe mir wirklich lange darüber Gedanken gemacht wie ich das Thema: Entscheidungen im Leben gut erklären kann, damit ihr mich versteht.

Deshalb nun einige Punkte die mein Wirrwarr und meine Entscheidungsfreude im Kopf darstellen.

Am wichtigsten sind im Folgenden die 3 Perspektiven auf unseren Berg – also die Entscheidungen die wir treffen müssen um weiter zu kommen. 


WICHTIG hierbei: Schaue dir nur den Berg an und nicht direkt das komplette Gebirge mit den schönen Seen und Steilwänden und Schneegipfeln.                                                             

 

1. Das was du siehst - Fakten                       

Als erstes ist es notwendig, sich den Fakten zu widmen, die es vor einer Entscheidung zu beachten gibt. Nur dann kann ich mir sicher sein, dass ich nichts Wichtiges auslasse. Um alles Wichtige der Reihe nach zu finden kann man sich eine Tabelle anlegen und Unterpunkte dazu aufschreiben.

 

1.1  - Was ist dir wichtig – Wertevermittlung                       

Was ist dein wichtigster Wert in deinem Leben? Du musst verstehen, dass deine Wertvorstellungen nicht messbar oder vergleichbar sind mit anderen. Aber deine Werte sind entscheidend für dein Leben, sie sind wichtig für deine Entscheidungen die du treffen wirst und getroffen hast.

 

1.2 –Standortbestimmung               

Wo stehe ich meinem Leben?

Wo bin ich gerade?

Ist es eine stabile Basis?  

Kann ich darauf aufbauen?

Was sind meine Stärken? Was sind meine Schwächen.

Gibt es eventuell Einschränkungen die auf meine Entscheidung einwirken?

 

1.3 – Worauf schaust du? Perspektivenwechsel             

Worauf hast du dich bisher konzentriert? Schau dich mal um.

Gibt es noch weitere Optionen die in eine ähnliche Richtung gehen?

Schau dir nicht nur den Berg von unten an, gehe auch ein Stück weiter weg, schau ihn dir von deiner Terrasse an oder durch das kleine Kellerfenster. Welche Dinge siehst du jetzt die du vorher nicht gesehen hast?

 

2. Gefühle & Verstand                                      

Nicht nur Fakten werden dir weiterhelfen, sondern auch eigene Gefühle sollten berücksichtigt werden. Eine gute Entscheidung wird nur dann gut, wenn du auch ein gutes Gefühl dabei hast.

Deshalb, solltest du bei einer Variante ein weniger gutes Gefühl haben, lass den Kopf nicht hängen und betrachte das ganze aus einer anderen Perspektive und versuche es erneut.

 

2.1 Innere Blockade                                                

Wer hat es nicht? Eine Unzufriedenheit, eine innere Blockade die sich nicht lösen will.                               

Was hält dich zurück?

Welche Ängste hast du?

Was lässt dich zurückschrecken?                               

Denk darüber nach warum du solche Blockaden hast!

Hast du schmerzhafte Erfahrungen mit einem Thema gemacht?

Hörst du in deinem Unterbewusstsein Stimmen aus der Vergangenheit – die dir sagen du schaffst es eh nicht.

 

2.2 Gefühl und Verstand           

Was sagt dir dein Bauch? In welche Richtung gehst du eher? Höre nicht nur auf deinen Verstand, denn wenn dein Bauch dir was ganz anderes sagt und du ein komisches Gefühl hast, denke lieber nochmals drüber nach.

 

3. Ziele und Aktion

Schau mal in deine Zukunft – nicht wie du denkst sondern eher:

Was kann sich ändern, wenn ich das tue was ich gerne möchte.

Wer Entscheidungen trifft ohne seine Zukunft oder seine Ziele dahinter zu kennen läuft meistens in den Abgrund.

Also: versuche in die Zukunft zu schauen, welche Türen stehen mir offen, welche Dinge kann ich erreichen wenn ich die ein oder andere Sache mache und mein Ziel erreiche!

 

3.1 Persönliche Ziele

Suche nicht nach messbaren Zielen, sondern nach deinen eigenen Beweggründen.

Was ist DIR wichtig in deiner Entscheidung – was für ein Ziel gibst du dir selbst!

Was will ich erreichen.

 

3.2 Ich in der Zukunft

…3 Jahre später. Was hat sich verändert, wenn Variante A oder B ein Teil von mir geworden ist?

So kannst du das Rad nochmals wenden, oder dich eben für deinen Favoriten entscheiden.

 

3.3. Entscheide dich JETZT!

„Es könnte mir ja noch was Besseres über den Weg laufen“  

Wenn du deinen Weg gefunden hast: ENTSCHEIDE DICH!

Oft haben wir Angst, dass wenn wir uns entscheiden, dann etwas Besseres kommt. Das kann passieren, ja definitiv. Aber wie oft ist es eher so, dass wir unsere Entscheidungen hinauszögern und noch mehr hinauszögern und uns am Ende gar nicht entscheiden und mit nichts zufrieden sind.

 

3.4 Weiter geht’s

Wenn du dich entschieden hast, wird es sich weiterentwickeln, es werden neue Türen aufgehen und dir wird das Beste passieren!

Stell dir mal ein Schiff im Hafen vor. Wenn es steht, kann es nicht gesteuert werden – Es muss erst in Fahrt sein um voran zu kommen.

Und es werden sich auch hier Kurse ändern und die Segel neu setzen.

Und so ist es mit unseren Entscheidungen: Wir können Dinge Entscheiden aber Gott, wenn wir mit ihm gehen, wird unsere Segel neu setzen und den Kurs dahin ändern, wo er uns haben will.

Es werden wieder neue Entscheidungen kommen und möglich sein.

 


Komplettes Motivationsvideo !!! 


Sich nicht zu entscheiden ist keine Option!

Wen du dich nie entscheidest, werden das andere für dich tun – und meist nicht zu deinem Wohl.

Deine Entscheidungen werden fremdbestimmt und vielmals ausgenutzt.

Fahre deshalb auf deinem eigenen Lebens-Schiff und lass es durch dein Bauchgefühl, dein Wissen und von Gott steuern.

Du wirst sehen zu welcher Schatzinsel er dich führen wird.

 

Niemals hätte ich gedacht, dass ich jemals an einer Uni studieren werde.

Es war ein Traum, doch nie habe ich diesen Traum wirklich gesehen.

Ich habe gebetet, mit anderen gesprochen und dann plötzlich aus Zufall sehe ich diese Uni und zack, mein Schiff fährt in eine ganz andere Richtung als ich eigentlich geplant hatte.

Ich weiß, dass ich sicher stolpern werde, einige Stürme im Studium überstehen muss, aber ich weiß auch, dass wenn ich mit Gott durch den Sturm gehe am Ende Licht erscheinen wird.

 

Matthäus 14, 22-33

Sei bereit, Jesus im Sturm zu begegnen!

Höre auf das was Jesus auch heute noch zu dir sagt:

"Fürchte dich nicht. Ich bin es. Komm zu mir. Nimm meine Hand"

Jessi, 23, Student für Sozialpädagogik