OH du Fröhliche!


Oh du Fröhliche kennen wohl die meisten von euch.

Ein uraltes Weihnachtslied, welches man schon im Kindergarten kennen lernt.

Oh du Fröhliche ...

Einen ganz herzlichen Gruß an die Wunderschöne, Fröhliche Weihnachtszeit.

Aber diese Eintrag soll eher eine kleine Abrechnung mit der ach so tollen Weihnachtszeit sein.

Also wenn du das ganz und gar nicht cool findest, solltest du jetzt wieder abschalten.

An alle anderen, Danke jetzt schon fürs schmunzeln und wieder erkennen!


Eigentlich mag ich die Weihnachtszeit, NEIN - ich LIEBE sie sogar.

Ich liebe den Plätzchen und Lebkuchen Duft, Ich liebe Kerzen, Überall schimmert und glitzer es und wenn man die Kinder fragt: Ich liebe Geschenke!

 

Aber wenn ich mir meine letzten Jahre anschauen, dann graut es mir.

Mir graut es vor Weihnachten ...

Eigentlich waren die letzten Wochen schon das totale Grauen.

 

Denn die "Oh du Fröhliche" Adventszeit ist nun mal gar nicht so fröhlich.

Ich dachte immer es sei voller Entspannung und Besinnlichkeit.

Falsch Gedacht. Viel mehr ist es ein "Last Christmas" in allen Läden auf voller Lautstärke und in Dauerschleife, und das schon Anfang Oktober ...

Stress, es ist von Stress geprägt.

Denn es geht nur noch um Geschenke: Was kaufe oder bastel ich welchem Familienmitglied?

Und bevor ich mir die Fragen stellen kann, sollte ich erstmal wissen, wem ich was schenke...

 

Und wie ihr sicher wisst sind alle Familien anders, aber doch irgendwie gleich.

Also ganz grundsätzlich liebe ich es sehr Geschenke zu machen.

Aber wenn ich mir meine letzten Jahre so anschaue, wird es nicht einfacher sondern viel schlimmer.

Denn, die einen haben schon alles, die anderen kaufen sich 3 Tage vor Weihnachten bei Amazon das was sie sich sehr gewünscht haben  und wundern sich dann, dass es am Weihnachtsabend 2 mal unterm Baum liegt. Wieder anderen kommen erst eine Woche vorher auf die Idee überhaupt eine Liste zu erstellen.

Da kann man ja nur schmunzelnd hoffen, dass Amazon rechtzeitig liefert.

 

Je größer die Familie, desto komplizierter wird das Chaos.

Herzlichen Glückwunsch für deine Familie, wenn dort alles Super läuft.

Bei uns leider gar nicht. Ich liebe Familie, aber an Weihnachten ... *HILFEEEEE*

 

Und dann... gibt es die Menschen die groß verkünden: "Gell, dieses Jahr schenken wir uns nichts".

Stehen dann aber freudestrahlend neben dir mit den Worten "Ist nur ne Kleinigkeit".

 

Das war die eine Sache des Fröhlichen Festes das Schenken.

Dann gibt es aber noch die andere Seite - das Beschenkt werden.

Die meisten in meinem Alter bekommen dann irgendwelche nützlichen Haushaltsgeräte, Handtücher, ein Besteck- Set oder eine Kaffeemaschine - Ja man braucht das, aber wirkliche Freude löst es kaum aus. 

 

INFO an euch: Sagt NIEMALS "Ich liebe Schokolade, Badesalz und Bücher" 

Ich versichere euch, ihr werdet die nächsten 30 Jahre zu Weihnachten und alle anderen Festlichkeiten nichts anderes mehr bekommen.

 

Am Besten kaust du deine Geschenke selbst, und verteilst sie schön verpackt an den Rest der Familie, und du bist super glücklich an Weihnachten weil du endlich das bekommst, worauf du schon lange wartest.

 

Wenn das Schenken das einzige wäre in der Vorweihnachtszeit.

Neben dem Geschenke Chaos gibt es noch das Weihnachtsfeier - Hopping.

Und ich verstehe es noch immer nicht, dass jeder Verein, jedes Unternehmen und jeder Hauskreis die Feier auf einen Tag legt. Sagt mal ehrlich, habt ihr euch abgesprochen?

Das heißt, Prioritäten setzen, oder am Besten: Nach einer Stunde gehen und bei der nächsten mit kleiner Verspätung auftauchen und weiter essen.

 

Und dann wird man noch ganz lieb gefragt: Du sag mal hast du zugenommen?

Ist ja kein Wunder dass das tolle Kleid das man sich gekauft hat an Weihnachten nicht mehr passt.

Denn die Nikoläuse und Lebkuchen lachen dich ja im September schon im Einkaufsladen an.

 

...

Verbrannte Kipferl und Kekse sind dann das Nächste dass das Chaos perfekt machen.

Ich meine wie soll ich das auch schaffen, Weihnachtseinkauf, Feier- Hopping und danach um 10 oder 11 in der Nacht noch Kekse backen - das wird doch erwartet ...

aber wie gut, dass die Vanillekipferl mit Puderzucker überzogen werden... lasst´s euch schmecken.

 

Und wenn du jetzt noch nicht genug hast: Ich habe das aller wichtigste vergessen!

Der viel zu überfüllte und überteuerte Weihnachtsmarkt und der viel zu klebrige Glühweinstand.

Ist das nicht romantisch. Enge Gänge, Menschenmassen, Massenpanik wer zuerst am Glühweinstand an der Reihe ist und der Schock, dass der Glühwein verschüttet wird bei zu vielen Menschen.

Und ja die Füße und Nasen müssen eiskalt sein. Und nur wer sich beim Glühwein trinken die Zunge verbrennt und "gebrannte Mandeln" riskiert, macht es richtig!

Denn das macht es doch aus: Das Weihnachtsmarkt - Feeling

 

....

Und endlich kommen wir zu der Zeit die doch am schönsten ist.

Nach 4 Wochen ist es rum!

Der Tag ist endlich da - Weihnachtsabend.

Ich gehe in die Kirche und sitze da ... in der Stille, seit knapp 4 Wochen unglaubliche Stille.

Und dann fällt es mir wieder ein: Ich hab es überstanden! Noch 1 Jahr dann geht´s von vorne los.

 

Und in diesem Moment der Ruhe und mein Kopf voller leerer Gedanken - erinnere ich mich an die wahre Geschichte von Weihnachten.

Es ist viel mehr - es ist viel mehr als wir uns schenken. Es ist viel mehr als Hektik.

Es geht um ein Baby - das zu uns gekommen ist um uns Frieden zu schenken.

Es geht um das Kind Gottes.

 

...

Und fürs nächste Jahr - sollte ich mir die Wahre Geschichte von Weihnachten im Kopf behalten.

Dann sage ich das Advents Feier Hopping einfach ab, und rate denen die sich so ein Stress machen, mal den wahrend Grund von Weihnachten zu suchen und sich in die Richtung von Gott zu begeben.

Danach bestelle ich Kalender und Gutscheine - damit macht man eigentlich nichts falsch.

Im Anschluss lege ich mich auf die Couch, eingekuschelt in warme Socken und einer Decke mit einem heißen Tee und schaue einen Weihnachtsfilm... und überlege mir was ich mit der ganzen Zeit anfange die ich jetzt eigentlich im Einkaufszentrum verbringen würde.

 

DU hattest die ganze Zeit recht: Weihachten ist doch die schönste Zeit.


Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinuis Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, einer jeder in seine Stadt. Da machte sich auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die das heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause des Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, die die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: "Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt un in einer Krippe liegen."

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: "Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat."

Und sie kamen eilend an und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, dass zu ihnen vor diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.

Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. (Lukas 2 1-20)


Last Christmas,

I gave you my heart. 

But the very next day

you gave it away.

 

Ich sollte dringend einen neuen Ohrwurm finden.

In der Weihnachtsbäckerei gibt´s so manche ....