Generation online - und wo bleibt Gott?


Sture Blicke auf das Handy.

Hektik am Bahnhof:  Ein Mann in Eile  – ich muss die Bahn bekommen ruft er.

Er rennt mich um! Ich falle, ich liege auf dem Boden, niemand hilft mir…

Alle schauen nur und gehen weiter!!!

Es hätte nur noch gefehlt, dass sie ihr Handy zücken und das alles Filmen, wenn sie eh dauerhaft ihr Gesicht darin verstecken.

Ich nehme mich bei der Sache auch nicht raus, denn auch ich hänge viel zu oft an dem Handy.

Schreibe und Schreibe und Schreibe. Sitze vor dem spannendsten Film und oh: es schreibt mir jemand - da muss ich sofort antworten.

 

Neulich war ich mit einer Freundin unterwegs in der Stadt und wir saßen zusammen beim essen. Um uns herum Paare die sich gegenüber saßen und nicht mit einander redeten, sondern dauerhaft auf ihr Handy starrten.

"Oh sie hat mein Bild geliket - ich hab jetzt über 140 Gefällt mir Angaben. Ja neuer Rekord" hörte ich ein Mädchen sagen.

 

Sind wird wirklich von anderen ihren Likes Abhängig?

Brauchen wir das, um bei anderen gut da zu stehen?

Können wir nur dann glücklich sein, wenn wir eine Bestimmte 100er Grenzen knacken?

 

Manchmal sitze ich da und starre auf mein Handy und versuche herauszufinden, WARUM?

Warum sind wir so abhängig davon - wir könnten ja das neuste verpassen. 

Wir könnten den neusten Tratsch nicht mitbekommen und nicht mitreden.

Wir könnten nicht mitbekommen, wenn jemand unser Bild gefällt.

Aber ist das alles? Ist es das: wie wir uns selbst unseren Wert geben?

 

Oder ist das noch mehr?

Wo sind die Menschen die auf Gott hören und Gutes tun?

Ein Blick in die Bibel zeigt, dass die Menschen damals, als es noch keine sozialen Netzwerke und Smartphones gab, Probleme hatten, auf Gott zu hören. Oft waren sie unsicher.

 

In Matthäus 14, 25-32 steht, wie der Jünger Petrus auf dem Wasser geht, weil Jesus ihn auffordert, mutig zu sein. Doch dann wendet er den Blick von Jesus ab, richtet ihn auf die Wellen und bekommt Zweifel. Er beginnt zu sinken, bis Jesus ihn rettet.

 

Die Geschichte zeigt, dass es auch damals, als Jesus auf der Erde war, nicht einfach war, den Blick nur auf ihn zu richten. Dabei ist genau der so wichtig: 

 

Stell dir vor: Petrus hätte die ganze Zeit auf Jesus geschaut: er wäre nicht gesunken.

Stell dir vor du hättest die ganze Zeit nach vorne geschaut, nach Jesus und nicht dauerhaft auf dein Handy

 

du hättest so viele kleine Wunder miterleben können.

Zurück zum Anfang: Am Bahnhof. Vielleicht hätten die Menschen, ihren Blick heben müssen und hätten mich dann am Boden liegen sehen.

Und den verzweifelten Bettler an der Straße.

 

Ist es nicht viel mehr wert unser eigenen Wert nicht von Likes abhängig zu machen, sondern viel mehr von unseren Mitmenschen die uns Lieben und vorallem von unserem Gott - der uns mehr liebt als alles!

 

Jetzt ist es deine Entscheidung:

Postest du lieber ein neues Foto,

um noch mehr Likes zu bekommen, oder helfe ich, ganz ohne Eigennutz?

Wenn ich nun abends im Bett liege und durch Facebook scrolle, um zu schauen, was meine Freunde gerade machen, könnte ich doch noch etwas anderes tun:

Ich könnte mir die Zeit nehmen und für jeden Einzelnen beten.

 

Und wenn ich dann schon an sie denke, könnte ich mein Smartphone doch auch einmal für das nutzen, für das es ursprünglich gedacht ist: zum Telefonieren.

 

Wenn ich das Lachen meiner besten Freundin nicht nur auf dem Profilbild sehen, sondern live höre und wir zusammen Pläne schmieden, wann wir uns das nächste Mal treffen, dann fühle ich mich auch gleich viel weniger einsam zwischen all den hoffentlich nicht mehr ganz so hektischen Menschen.

 

Und das heißt jetzt auf keinen fall, dass du nicht mehr online gehen sollst oder ein Bild posten sollst. Aber achte mehr auf deine Mitmenschen und telefoniere öfter mit deinen Freunden - schreiben ist ja schön und gut, aber die Stimme zu hören verändert nochmals alles.

 

Und: Nehme dir eine Auszeit. 1 Monat Online Aus ist nicht schwer -

ich spreche aus Erfahrung. Es war das Beste was ich hätte machen können. 

Der Nächste Monat wo ich raus bin ist schon in Planung.

 

Challenge Accepted? 

Los gehts - schnapp dir dein Smartphone, rufe deine/n Beste/n Freund/in an!

Du denkst es ist zu spät?

Es ist niemals zu Spät, und falls er/sie nicht rangeht: dann probier es nochmals, oder spreche auf den Anrufbeantworter.