Fehler über Fehler


Warum unser Versagen uns näher zu Gott bringt. 

 

Die Konsequenzen, die ich für meine Fehler tragen muss, sind oftmals heftig. In solchen Situationen ist es schwer zu glauben, dass ich einmal dankbar für sie sein könnte.

Ich wünsche mir oft, ich hätte bestimmte Fehler niemals gemacht oder ich wäre dazu fähig, die Zeit zurückzudrehen und Fehler ungeschehen zu machen. Das ist nicht möglich.

Doch in dem Schmerz, den ich erleide, der Trauer, die ich empfinde und in der Sehnsucht, die mich packt, weiß ich, dass Gott da ist.

Und das krasse ist: Wirklich das ist krass… sei Pfingsten 2018 (Seit dem Tot eines lieben Freundes, hierzu werdet ihr bald etwas lesen dürfen) verfolgt mich dieser Eine Vers.

IMMER UND IMMER WIEDER: Bei Andachten, Predigten, bei Gebets Stationen, bei Plakaten:

 

Gott sagt:  Rufe mich an in der Not, so will ich dich retten und du sollst mich preisen.“ Psalm 50,15

Dieser Vers begleitet mich seit her -

und ist meine persönliche Notfallnummer geworden: 5015 <- Merken!

 

Es ist egal, in welcher Not ich stecke. Gott gibt mir die Zusage:

 

 „Denn ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!“ (Jesaja 41,13).

 

Gott steht an meiner Seite
Ich fühle es nicht immer sofort, aber ich vertraue darauf, dass Gott bei mir ist.

Gott ist mir nahe, wenn mein Herz zerbrochen ist (Psalm 34,19).

Er tröstet mich. Durch ihn bekomme ich neue Kraft (Psalm 23,3).

Er schenkt meinem Herzen Ruhe, und selbst, wenn ich mich verurteile, ist er größer (1 Johannes 3,19f.)


Gott wendet alles zum Guten?

Auch wenn man es nicht direkt verstehen kann.
Fehler offen zugeben, ist nicht leicht. Doch ich kann und darf Gott die Fehler, die ich mache, ehrlich mitteilen. Meine Schuld trage ich manchmal wie einen viel zu schweren Rucksack mit mir herum.

Das ist völlig unnötig. Gott wendet sich nicht von mir ab, wenn ich etwas nicht richtig mache.

Er liebt mich. Gerade wenn etwas schief gelaufen ist, kann ich ihm meine Last abgeben.

Das erinnert mich an ein Lied: … denn es reißt sich besser mit leichtem Gepäck!

Fehler bedeuten nicht nur Leid oder Komplikationen. Ganz im Gegenteil: Fehler sind Chancen.

Und Fehler sind deine Schwäche. Und Gott wird dir zeigen, dass er die Schwachen stark macht.

 

„Er hat das erwählt, was von der Welt verachtet und gering geschätzt wird, und es eingesetzt, um das zunichte zumachen, was in der Welt wichtig ist“ (1 Korinther 1,28).

 

Und jetzt denkst du sicher … Ja klar jetzt sollen mich meine Fehler auch noch ermutigen?

Meine Fehler sollen mich stark machen?


Hör zu: ich bin nicht perfekt, das bin ich definitiv nicht. Ich mache Fehler, ich mache viele Fehler aber wenn ich eine Sache lernen durfte: dann ist es Vertrauen! Vertrauen in Gott. Wenn ich Gottes Liebe an mich ranlasse, merke ich wie ich mich verändern kann.

Und wenn ich seine Liebe und Gnade erlebe, wächst mein Vertrauen immer mehr.


Bei jedem Fehler, den ich mache, gilt: Gott kann immer etwas Gutes daraus machen (Römer 8,28).

 

Fast jeden großen Schritt, den ich meiner Entwicklung gemacht habe,

verdanke ich irgendeinem Fehler - Gordon MacDonald

 


Challenge: Und jetzt bist du dran!

Was sind deine Fehler?

Wo hast du Mist gebaut und willst es dringend jemand erzählen?

Warum hast es zugelassen, dass jemand über dich urteilt?